Trautsche Heemet

von Josef Tatsch

 

Wenn ich asu duwa om Gablenz stieh
on sah of die Heemet nou,
do werd mr ganz eecha, ich weß nee, wie
´s Herz fängt zo pocha ou.
Ihr freindlicha Dörflan, ei Beema verstackt,
du Riesageberche, met Pöscha bedackt,
eich grüß´ ich viel tausendmol!

Dorchwandert ho ich wull monches Land,
fond nergends a rechtes Gleck;
do nohm mich die Sehnsocht ganz stad bei der Hand
on fuhrt mich zo eich zoreck.
Ihr freindlicha Dörflan, ei Beema verstackt,
du Staadtla eim Aupa-Tol,
du Riesageberche, met Pöscha bedackt,
willkumma, viel tausendmol!

Weil mir onser Herrgot nee´s Lawa nemmt,
blei ich menner Heemet trei;
ok leet mich aa, wenn meine Stunde kemmt,
derheem ei die Arde nei.
Do traam ich vo Dörflan, ei Beema verstackt,
vom Staadtla eim Aupa-Tol,
vom Riesageberche, met Pöscha bedackt
on grüß´ se zum letzta Mol!

 
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